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Flüchtlinge und der DSV

Refugees Welcome

Der riesige Zustrom von Flüchtlingen, Asylsuchenden und Migranten in den vergangenen Monaten stellt Deutschland vor große Herausforderungen und ist deshalb zu Recht in aller Munde. Dabei gibt es keine einfachen Lösungen - unserer christlichen Tradition sowie unserem Wunsch und unserer Verpflichtung, hilfsbedürftigen Menschen zu helfen, stehen Sorgen der Überforderung, Ängste um unser eigenes Wohlergehen und manchmal das Gefühl, ausgenutzt zu werden, gegenüber.

All das gibt es - wie könnte es anders sein - auch vor unserer Haustür. In Ohlstedt ist in kürzester Zeit eine Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Ohlstedter Platz entstanden, und die entstehende Unterbringungsnot wird zum Bau von weiteren Unterkünften in unser unmittelbaren Nachbarschaft und voraussichtlich auch in Duvenstedt führen. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die "gelben Häuser" am Duvenstedter Triftweg, in denen schon seit vielen Jahren Migranten untergebracht und die ein selbstverständlicher Teil von Duvenstedt geworden sind.

Als Sportverein bekennen wir uns mit großer Überzeugung zu unserer Verpflichtung, zur Integration und einem gedeihlichen Miteinander beizutragen. Gemeinsam Sport zu treiben verbindet, und im DSV ist uns jeder willkommen, der mitmachen möchte. Das leben wir schon seit vielen Jahren aktiv durch die Förderung von Mitgliedschaften für Menschen, die sich den Vereinsbeitrag nicht leisten können. Das umfasst nicht nur, aber ausdrücklich auch ausländische Mitbürger und Migranten - wir machen keinen Unterschied, weil es keinen gibt!

Entsprechend haben wir auch den Menschen am Ohlstedter Platz angeboten, in Absprache mit unseren jeweiligen Übungsleitern an unseren Sportangeboten teilzunehmen, und auch verschiedene unserer Übungsleiter und Mitglieder sind von sich aus an uns herangetreten und haben Hilfe angeboten. Die Koordination aller Angebote hat die Initiative "Ohlstedt hilft!" übernommen, die hier Großartiges leistet und unser Angebot sehr positiv und dankbar aufgenommen hat. Aus praktischen Gründen ist unser Angebot bisher nicht in Anspruch genommen worden. Die Flüchtlinge können vom Ohlstedter Platz nicht ohne weiteres nach Duvenstedt kommen. Das ist zum einen eine Geldfrage (Busgeld), gerade für die jüngeren Kinder unabhängig davon zu weit weg, um alleine zu uns kommen zu können, und private Transporte sind nach unserem Kenntnisstand versicherungstechnisch schwierig. Deswegen konzentriert sich "Ohlstedt hilft!" derzeit sinnvollerweise auf Angebote vor Ort in Ohlstedt. Nichtsdestotrotz halten wir unser Angebot natürlich aufrecht und stehen bereit.

Es gibt auch andere Möglichkeiten, dort zu helfen und zum Beispiel Sportkleidung und -ausrüstung zu spenden. So hat einer unserer Fußballjugendtrainer einen Spendenaufruf unter unseren Fußballern gestartet und die gespendeten Sportartikel dann "Ohlstedt hilft!" zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig setzen wir uns im Vorstand aktiv mit der Frage auseinander, wie wir eine zukünftige Unterkunft in Duvenstedt und die damit verbundene Integrationsarbeit begleiten und unterstützen können. Wir sind dazu im Austausch mit anderen Duvenstedter Institutionen wie der Vereinigung Duvenstedt, der Kirchengemeinde, dem Bürgerverein Duvenstedt/Wohdorf-Ohlstedt sowie EvaMigra.

Am 14.10. wird als Ergebnis dieses Austauschs ein Bürgergespräch zum Thema Flüchtilinge im Max-Kramp-Haus stattfinden, zu dem von der Vereinigung Duvenstedt, dem Bürgerverein Duvenstedt/Wohldorf-Ohlstedt und dem Heimatbund Lemsahl-Mellingstedt gemeinsam eingeladen wird. Ziel der Veranstaltung ist es dabei, den Anwohnern ein Forum zu bieten, ihre Fragen, Nöte und Ängste loszuwerden, die im Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen enstanden sind oder entstehen können. Die beteiligten Bürgervereine möchten helfen, im Zweifel vorhandene Hemmungen und Befürchtungen von Anwohnern abzubauen, die sie daran hindern sich offen, konstruktiv und sachlich mit der Situation auseinanderzusetzen, und so neben den Initiativen zur direkten Unterstützung der Flüchtlinge auch über diese Thematik zum Erhalt des sozialen Friedens vor Ort beitragen. Sie werden dazu auch verschiedene Experten aufs Podium bitten, die durch ihr ehrenamtliches Engagement oder ihre berufliche Tätigkeit über entsprechende Erfahrungen und Informationen verfügen.

Als Duvenstedter Sportverein untertützen wir diesen Aspekt ausdrücklich, konzentrieren uns aber selbst in Abstimmung mit den anderen Institutionen vor Ort ganz auf die unmittelbare Unterstützung der Flüchtlinge. Wer dazu Fragen oder Ideen hat, die wir helfen können zu beantworten oder umzusetzen, kann uns gern jederzeit über unsere Geschäftsstelle oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ansprechen.