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Am 30. Januar 2016 fand auf der DSV-Sportanlage am Puckaffer Weg zum inzwischen 4. Mal der Altliga-Wintercup statt. Neben den Gastgebern vom DSV, dem Titelverteidiger HEBC und den HSV-Senioren war diesmal auch eine Mannschaft aus der Ohlstedter Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge dabei.

Der 1. Vorsitzende des DSV Oliver Stork hatte im Vorfeld angeregt, bei der 4. Auflage auch eine Flüchtlingsmannschaft aus Ohlstedt einzuladen und dazu Kontakt mit der Initiative Ohlstedt hilft! aufgenommen. Im Ohlstedter Camp hat sich unter Leitung von Horst von Howe eine Fußballgruppe gefunden, die sich regelmäßig auf der Anlage von DUWO 08 an der Sthamerstraße trifft und die Einladung sofort und gern annahm. Die Initiatoren und Organisatoren des Wintercups, Thommy Franck und Marc Waschnewski, griffen diese Idee gern auf, und so konnte das Turnier bei seiner 4. Auflage einen kleinen Beitrag zur großen Integrationsaufgabe in Deutschland leisten.

AltligaWintercup

Die Ohlstedter Mannschaft mit vielen Syrern und einigen Afghanen durfte dabei gleich im ersten Spiel gegen den Titelverteidiger aus Eimsbüttel antreten. Es zeigte sich schnell, dass die aus sportlicher Fairness geäußerten Bedenken von Trainer Horst von Howe, seine Jungs könnten aufgrund ihres deutlich jüngeren Durchschnittsalters Kreise um die Ü40-Mannschaften laufen, einem sportlichen Wettkampf auf Augenhöhe mitnichten entgegen standen. Zwar war seine Mannschaft läuferisch deutlich überlegen, aber die jahrzehntelange Erfahrung und taktische Disziplin der HEBC-ler um Kapitän Heino Holtorf konnte diesen Vorteil deutlich aufwiegen. So ergab sich von Anfang an ein spannendes Spiel mit vielen Chancen hüben wie drüben, das der Titelverteidiger schließlich nach 35 Minuten mit 3:2 für sich entscheiden konnte, so dass HEBC als erster Finalteilnehmer feststand.

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Refugee Football Camp Ohlstedt und HEBC

Hamburger SV und Duvenstedter SV

Im 2. Halbfinale standen sich dann wie schon vor 2 Jahren die Seniorenmannschaften des HSV und des DSV gegenüber. Dieses Spiel verlief für die Gastgeber nach dem Motto "und täglich grüßt das Murmeltier": Wie schon in den vorherigen Auflagen des Wintercups zeigte die Mannschaft einen beherzten Auftritt nach vorne und erarbeitete sich so zahlreiche hochkarätige Torchancen. Einmal passte man allerdings nicht auf und kassierte bei einem der ganz wenigen Vorstöße des HSV nach einer Standardsituation das spielentscheidende 0:1. So war schon nach dem Halbfinale klar, dass der große Wunsch von Titelsponsor Dirk Sierks, den Pott für ein Jahr im DSV-Clubheim zu sehen, nicht in Erfüllung gehen würde.

Die Duvenstedter mussten sich somit erneut mit dem Spiel um den 3. Platz begnügen, zu dem sie gegen die Gäste aus Ohlstedt antraten. Auch in diesem Spiel setzte sich letzendlich die fußballerische Erfahrung und bessere Spielanlage gegen die läuferische und athletische Überlegenheit der Flüchtlingsmannschaft durch. Die DSVer gewannen das Spiel knapp aber verdient durch ein Tor von Mannschaftskapitän Marc Waschnewski, der sich damit nach langen Jahren mal wieder in die Torschützenliste eintragen konnte, mit 1:0.

Das Endspiel war dann eine eindeutige Angelegenheit, in dem sich der Titelverteidiger deutlich mit 4:0 gegen die HSVer durchsetzen konnte. Der große Wintercup-Pott hat damit für ein weiteres Jahr seinen Platz am legendären Reinmüller.

AltligaWintercup4 3 

Die abschließende Siegerehrung nahmen dann Oliver Stork und Dirk Sierks vor. Der DSV-Vorsitzende bedankte sich dabei zunächst bei den beiden Organisatoren des Turniers, die auch in diesem Jahr wieder eine launige und gelungene Veranstatung auf die Beine gestellt haben, sowie den Schiedsrichtern Ralf Mahlstede und Lukas Knabe. Vor der Übergabe des Pokals durch Dirk Sierks an Heino Holtorf zollte er dann noch Horst von Howe und allen ehrenamtlichen Helfern von Ohlstedt hilft! ein Riesenlob für ihre großartiges Engagement bezüglich Betreuung und Integration der Flüchtlinge in Ohlstedt, die dafür mit einem donnernden Applaus belohnt wurden.

Die Gratulation des DSV geht an die verdienten Sieger von HEBC, die sich damit automatisch den Startplatz auch für das nächste Jahr gesichert haben. Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir mit diesem Turnier den Alltag der Flüchtlinge in Ohlstedt ein wenig unterbrechen und ein kleines bisschen zur Integration unserer neuen Nachbarn beitragen konnten.

Sierks